One Week Student, IT and Erfahrungsbericht

One Week Student-Experience am Karlsruher Institut für Technologie - ein Erfahrungsbericht

Abi in der Tasche, was nun?

„Es ist so eine riesengroße Entscheidung, was man nach dem Abi machen will“ sagt Annika aus Baden-Würtemberg, die 2018 ihr Abitur gemacht hat. „Ich war mir da sehr unsicher und habe mich nicht getraut eine zu treffen.“ Von ihrer Mutter bekommt sie den Hinweis auf das Programm One Week Student. Weil sie überlegt hat Informatik zu studieren, bewirbt sie sich hier für eine Woche Studien-Erfahrung am Karlsruher Institut für Technologie (KTI). Genauer gesagt bewirbt sie sich bei Isabel, denn die ist ihre Gastgeberin. Isabel studiert hier im Bachelor of Education Mathe und Informatik und Annika ist ihre erste Experience-Teilnehmerin.

One Week Student sorgt für verblüffte Gesichter

„Ich bin Fan von Austausch-Programmen. Die Idee von One Week Student fand ich toll, als ich davon im Uni-Verteiler las und wollte selbst so etwas anbieten. Also wohnte Annika fünf Tage mit bei uns in der 4er-WG“, erzählt Isabel.

Und Annika hat nicht schlecht gestaunt über das Uni-Leben. „Sie war verblüfft, wieviel man selbst machen muss und auswählen kann. Sie hatte sich das Studium viel schulischer vorgestellt“, erinnert sich Isabel amüsiert. Und Annika ergänzt: „Ich dachte immer, es sitzen 300 Leute in einer Veranstaltung. Wir waren 20 und man konnte Fragen stellen. Da fühlt man sich nicht komplett im Menschenmeer verloren, sondern jemand kümmert sich persönlich um einen.“

Wie läuft eine Experience an der Uni ab?

Isabel macht es Spaß, Abiturienten wie Annika zu begleiten. Denn sie will Lehrerin am Gymnasium werden. Dass sie gern mit Jugendlichen arbeitet, hat sie auch erst beim Jobben für Schülerworkshops festgestellt. „Ich habe zuerst 18 Monate einen dualen Studiengang in Bonn studiert. Das war inhaltlich interessant, leider passte das Berufsziel aber nicht. Also bin ich nach Karlsruhe in meinen jetzigen Studiengang gewechselt.“

Für Annika hat Isabel eine ganz normale Woche zusammengestellt. „Ich habe ihr typische Uni-Orte gezeigt und sie mit in meine Veranstaltungen genommen, damit sie sieht was passiert wenn sie anfängt zu studieren.“ Eine überraschende Erkenntnis für Isabel war: „Man sieht das eigene Studium so nochmal mit anderen Augen.“

So geht es bei Annika und Isabel weiter

Isabel studiert jetzt noch zweieinhalb Jahre in Karlsruhe. Und Annika? Hat wichtige Einblicke bekommen, wie das Studentenleben aussieht und ist etwas abgeschreckt. „Das ist schon ziemlich anspruchsvoll, was die Erstsemester da an Aufgaben bekommen haben. Und wenn man sich alles selbst erarbeiten muss...“ Nachdenklich ergänzt sie: „Ich dachte immer, ich bin eher so der theoretische Typ, aber das stimmt gar nicht!“ Vor der Experience war sie nämlich drei Monate in Kanada und hat dort Wildtiere gepflegt. „Das hat mir auch total Spaß gemacht“, ergänzt sie.

Jetzt lässt sich Annika noch bis zum Wintersemester 2019 Zeit für eine Entscheidung. In der Zwischenzeit stehen noch eine Experience für Wirtschaftsmathe an der Uni in Augsburg an und vielleicht eine an der Fachhochschule in Heilbronn.

Annika und Isabel hatten in jedem Fall während der Experience viel Spaß miteinander. „Ich mag es mit Menschen unterwegs zu sein. Bei einer Experience hat man immer einen Gesprächspartner. Das ist im Uni-Alltag meistens nicht so, weil man selten mit der gleichen Gruppe zusammen ist“, sagt Isabel.

Annika hat jetzt eine bessere Idee, worum es im Studium geht und was auf sie zukommt. „Ich habe ein bisschen Fachliches mitbekommen und kenne jetzt ein paar Leute Karlsruhe, falls ich hier anfange. Eine Experience zu machen kann ich nur empfehlen.“

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