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Let´s do this one last time: Der letzte Eintrag von Elias und Clemens während ihrer Five Weeks Experience aus Freiburg

Mit diesem Eintrag endet die five weeks experience für Elias und Clemens. Nun sind sie wieder in Berlin angekommen und berichten ein letztes Mal von ihrer Reise von Tübingen nach Berlin.

Fazit: 9 Unis, 3500km, 14 WG´s und vieles vieles mehr!!! Lest selbst, was die beiden auf der letzten Fahrt und in den letzten Städten ihrer Reise erlebt haben.

++Folgt den Stories der beiden auf unserem Instagram-Account++

 

hey,

den letzten Stand habt ihr noch aus Tübingen. Jetzt sitzen wir schon im Zug Richtung Berlin, womit unsere five week experience ihr Ende findet. 

Erstmal will ich euch erzählen, was nach Tübingen noch so alles passiert ist. 

Wenn wir nach unserer Liste gefahren wären, wäre Heidelberg das nächste Ziel gewesen. Aber da wir beide niemanden dort kannten und sich nur zwei Studenten bei OWE registriert haben, die beide keine Zeit hatten, blieb uns nur die Alternative, in einem überteuerten Hostel zu schlafen. 

Haben wir als penetrante Geizhälse natürlich nicht gemacht. Tatsächlich hatten wir schon ein FlixBus Ticket gebucht. Der Bus hatte aber 1h 30 Verspätung, weshalb Clemens irgendwie die Buchung stornieren konnte und gleichzeitig ein 17 € Gutschein aushandeln konnte. Ein Hoch auf Clemens Rhetorikkünste. Das heißt, wir sind an dem Tag, an dem wir eigentlich fest damit gerechnet in Heidelberg ordentlich Asche zu verlieren, nach Freiburg gefahren, unserer letzten Stadt. Glücklicherweise waren Clemens und ich ein paar Monate vorher in Taizé, wo man sehr gut Leute kennen lernt. So habe ich in meinen Kontakten Raphael gefunden mit dem ich damals fünf Minuten Frisbee gespielt habe. Hab ihn angerufen. Zack feddisch, Schlafplatz ^^. So auch in der nächsten Nacht. Mein Vater hat mir kurzerhand den Kontakt einer alten Freundin klargemacht, die uns auch sehr gerne aufgenommen hat. Danke an alle spontanen Menschen! Nachdem wir unsere eigentliche Heidelberg-Zeit in Freiburg verbracht haben, sind wir dann zu der Medizinstudentin Stella umgezogen, in ihre echt lustige WG.

Freiburg hat sich wirklich von seiner besten Seite gezeigt. Die Stadt heißt nicht ohne Grund das Norditalien von Deutschland! So viel Sonne hatte ich den ganzen Sommer in Berlin nicht.

In den Gärten von Raphael und Anna gab es sogar Kiwis und Feigen!!!

Vom Programm hat uns Freiburg auch mit am meisten geboten. Den ersten Tag haben wir quasi komplett in der wirklich mega schönen oder vielmehr coolen Bib verbracht, mit genialem Ausblick. Die Lage direkt neben der Mensa im Zentrum von Freiburg, die man also wirklich jeden Tag mindestens einmal sieht, ist auch nicht ganz verkehrt. Außerdem haben wir von Anna eine wirklich sehr Informative Führung durch das Münster bekommen (wir können jetzt den gotischen Stil vom romanischen unterscheiden), haben mit Raphael in der Dreisam geplanscht, den Schauinsland bestiegen (Gondel), uns mit der unglaublich coolen Redakteurin Caro von der Badischen Zeitung getroffen, uns die Anatomie mit Sammlung zeigen lassen, Kuchen bei der Lokalgruppe von Amnesty gegessen, waren auf Erstipartys und haben einfach das schöne Wetter auf die letzten Tage genossen. 

Wenn ich jetzt hier im ICE sitze und auf die letzten Wochen zurückblicke, merke ich, dass es eine ganze Weile dauern wird, bis ich all die Erfahrungen so richtig realisiert und verarbeitet habe. Die vielen Begegnungen mit tollen Menschen, die uns teils unfassbar spontan ihre Zeit geschenkt haben und uns für ihre Städte begeistern konnten. Vielen Dank noch einmal!!! Nächte auf kalten Kellerböden und harten Isomatten. Morgens bei der Kleiderwahl das innige Bedürfnis endlich einen Waschsalon zu finden. 5 Stunden Busfahrt, die wir mit den Tücken der OWE-Internetseite zugebracht haben. Die Erleichterung, wenn sich spät abends spontan fremde Menschen bei uns gemeldet und uns aufgenommen haben. Sich auf schier unendlichen Unigängen auf der Suche nach der Mensa oder dem nächsten Klo verlaufen. Die Panik, den Haustürschlüssel irgendwo in der fremden Stadt verloren zu haben. Nach 1 h 30 erfolglosen Trampens das klitschnasse Schild in die Ecke zu feuern. Vorlesungen auf Niederländisch zu besuchen und gleichzeitig versuche, etwas zu verstehen und nicht loszulachen. Die fachkundige Kürbissuppenzubereitungsberatung der Frau am Gemüsestand. Die Suche nach Menschen, die uns das Mittag mit ihrer Mensacard bezahlen lassen …

Und es bleibt nach 9 Unis, fast 3 500 gereisten km, 6 Busfahrten, vielen lieben Autofahrer*innen, nur 2 von 33 Nächten in Jugendherbergen, 120 Euro für Fahrkarten pro Person, 10 gespendeten Bäumen und 14 WGs, die uns aufgenommen haben, die Erkenntnis und das Vertrauen, dass es nun mal ist, wie es ist und kommt wie es kommt (Jonas Jonasson) und dass es nicht schaden kann nach dem Abi nicht gleich zu studieren. Oder zumindest erstmal nur für 5 Wochen. 

Aber jetzt freue ich mich zu aller erst wieder auf Berlin und mein eigenes weiches großes Bett.

 

 

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